Friseurbedarf

Friseurbedarf

Bedarf wird in der Betriebswirtschaftslehre als ein Mangel, der befriedigt und damit behobenwerden kann, definiert.
Der Bedarf ist stets ausgerichtet auf die kulturellen Bedürfnisse einer Gesellschaft. Schaut man sich Friseurbedarf in Indien an, so stellt man fest, daß bei den HIndus Haareschneiden häufig in Tempeln stattfindet und damit das Einlösen von Gelübden verknüpft ist. Das abgeschnittene Haar dient als Opfergabe für die Götter.  Die Prozedur findet als Massenabfertigung statt, bei der die Pilger geduldig warten bis sie an der Reihe sind. Der Friseur schneidet das Haar meist als Zopf ab und rasiert anschließend den Schädel kahl. Es ist nicht viel mehr notwendig als ein kleines Höckerchen, eine Schere, ein Rasiermesser und etwas Seife.
In unserer deutschen Kultur fällt unter Friseurbedarf alles rund um das Salongeschäft. Sowohl die Ausstattung der Salons mit Möbeln und Geräten, als auch sämtliche Artikel für den täglichen Bedarf, wie Shampoo, Haarfarben und Pflegeprodukte fallen unter den Begriff Friseurbedarf.
Es sind zwei große Gruppen entsprechend ihrer Nutzungsdauer zu betrachten. Zum einen die Gebrauchsgüter, die mehrfach und dauerhaft genutzt werden. Dazu zählen: Friseurstühle, Möbel, Friseur Waschbecken, Spiegel, Empfangstresen und ähnliches. Aber auch Maschinen, wie Haartrockner, Haarschneidemaschinen, Glätteisen und Lockenstäbe fallen unter den Begriff Gebrauchsgüter. Ebenso zählen Lockenwickler, Scheren, Bürsten und Handtücher dazu.
Die zweite Gruppe ist die der Verbrauchsgüter, also beispielsweise Haarshampoo, Haarfarben, Pflegeprodukte, Sprays und Cremes. Verbrauchsgüter gehen unmittelbar in die Erstellung der Servicedienstleistungen ein und werden dabei verbraucht. Ihre Lebensdauer ist im Gegensatz zu Gebrauchsgütern kürzer.
Die Unterscheidung der beiden Arten von Gütern ist auch für das Rechnungswesen von Bedeutung. Während Gebrauchsgüter oft mit in das Anlagevermögen hinzugenommen werden können, ist dies bei Verbrauchsgütern nicht möglich. Daraus resultieren weitere betriebswirtschaftliche Überlegungen für jeden Friseurbetrieb wie Investition, Abschreibungen, Liquidität usw.
Verbrauchsgüter werden regelmäßigen Inventuren unterzogen. Hier wird zu einem festgelegten Zeitpunkt, mindestens einmal im Geschäftsjahr körperlich die jeweils vorhandene Menge der gesamten Artikel in der Gruppe der Verbrauchsgüter mit ihren Verkaufspreisen erfaßt. Der Sollbestand der Lagerbuchführung wird mit dem Istbestand der tatsächlich vorhandenen Waren abgeglichen. Inventuren sind nicht freiwillig, sondern gesetzlich vorgeschrieben.
Da Verbrauchsgüter je nach Produkt unterschiedlich schnell verbraucht sind, gleichzeitig aber auch nur begrenzte Haltbarkeit aufweisen, empfiehlt es sich Bestellungen genau zu planen. Ansonsten läuft man Gefahr entweder zu viele Produkte am Lager zu haben, die nicht innerhalb der vorgeschrieben Datumsgrenzen verbraucht werden oder einen Kundenwunsch nicht erfüllen zu können, da das passende Produkt aus dem Friseurbedarf fehlt.
Weil die Gruppe der Gebrauchsgüter in ihrer Nutzungsdauer langfristig zu betrachten ist, kann auch hier auf sorgfältige Planung nicht verzichtet werden. Höherpreisige Geräte im haben eine längere Lebensdauer als günstigere Pendants und sind damit langfristig betrachtet sogar günstiger. Das gleiche Prinzip gilt für alle Arten von Friseurmöbeln. Qualitativ hochwertige Möbel sind vielleicht teurer, jedoch meist langlebiger.

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