Glätteisen

GlätteisenGlätteisen sind Geräte mit einer langen Tradition. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden Haare mittels Glätteisen geglättet. Als Erfinder gilt der Franzose Marcel Grateau. Über dem offenen Feuer wurden zwei schmale Eisenstäbe erhitzt, die in der Formgebung an eine Schere erinnern, wodurch sie den Namen “Brennscheren” erhielten. Mit ihnen konnte das Haar Strähne für Strähne sowohl gelockt als auch geglättet werden. Ein Nachteil dieser Methode war die große Verletzungsgefahr. An der Stirn oder an den Ohren stellten sich schnell erhebliche Brandverletzungen ein, die häßliche Narben verursachten. Natürlich litten auch die Haare unter der Behandlung. Sie trockneten aus, wurden spröde oder brachen gänzlich ab.
In den 1960-er Jahren kam bei den Frauen das Haarglätten mit dem Bügeleisen in Mode. Das Verfahren hat sich bis heute gehalten und wird immer noch von Frauen praktiziert, denen die Glättungsprozedur Strähne für Strähne zu aufwendig und zeitraubend ist.Die heutzutage verwendeten, modernen Glätteisen sehen in der Regel aus wie eine Zange. Das vorgetrocknete Haar wird nach und nach, Strähne für Strähne zwischen zwei Keramikheizplatten eingeklemmt. Das Haar gleitet zwischen den Heizplatten vom Ansatz bis zu den Spitzen und wird dabei geglättet. Die Keramikheizplatten, meist noch zusätzlich ausgestattet mit antistatischer Turmalin-Beschichtung, erreichen Temperaturen zwischen 80°Celsius und 235°Celsius. Bei Turmalin handelt es sich um ein kristallisiertes Silikat, das den Glättungsvorgang zusätzlich unterstützt.
Die gewünschte Temperatur ist je nach Modell über verschiedene Stufen einstellbar. Die Aufheizzeiträume bis zur gewünschten Stufe dauern unterschiedlich lang. Bei sehr guten Geräten liegen sie bis zur Inbetriebnahme zwischen 10 und 30 Sekunden.Einige Modelle arbeiten mit Ionen-Technologie, welche das Haar mit zusätzlicher Feuchtigkeit versorgt und einem Austrocknen der Haare entgegenwirkt. Die Ionen legen sich um die einzelne zu glättende Haarsträhne und wirken wie eine Pflegespülung. Auf diese Weise wird das Haar zusätzlich vor dem Austrocknen geschützt. Grundsätzlich gilt, je feiner und geschädigter das Haar, desto niedriger sollte die Temperatur sein, 130° Celsius bis 140° Celsius. Bei normalem und widerstandsfähigem Haar kann die Temperatur zwischen 190° Celsius und 210° Celsius liegen.
Glätteisen gibt es in verschiedenen Größen. Modelle mit 25 mm-Platten sind sehr gut geeignet um kurzes Haar, beispielsweise Ponyfrisuren zu glätten. Das Gegenstück sind Geräte mit besonders breiten Platten von 2,5 cm, die für lange Haare sehr gut geeignet sind. Einige Geräte verfügen über eine Abschaltautomatik. Das ist besonders praktisch wenn vergessen wurde das Gerät auszuschalten. Eine Überhitzung kann gar nicht erst entstehen. Glätteisen mit einer sogenannten Dual-Zone Technologie halten konstant die automatisch voreingestellte bestmögliche Temperatur.
Abgerundete und bewegliche Platten, die viele Modelle aufweisen bieten sich nicht nur zum Glätten sondern ebenfalls zum Locken der Haare an. So kann das Glätteisen auch die Funktion des Lockenstabs übernehmen.
Die jeweiligen Kabellängen sind modellabhängig. Je länger das Kabel, umso mehr Spielraum steht in der Anwendung mit dem Glätteisen zur Verfügung.

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